Zusammenfassung
Diese In-vitro-Studie verglich die Remineralisationswirkung von drei Produkten auf künstlich erzeugte frühe Schmelzläsionen:
- BioMin (bioaktives Glas)
- Amflor (Aminfluorid)
- CPP-ACPF / GC Tooth Mousse Plus
Zusätzlich gab es eine Gruppe mit gesundem Schmelz und eine unbehandelte demineralisierte Kontrollgruppe.
Ziel
Es sollte untersucht werden, welches Produkt frühe Schmelzschäden am wirksamsten remineralisiert. Gemessen wurde dies über die Vickers-Mikrohärte des Schmelzes.
Methode
- 50 extrahierte Prämolaren
- künstliche Demineralisation bei vier Gruppen
- anschließendes pH-Cycling über 10 Tage
- Bewertung der Remineralisation über den Vickers-Mikrohärtetest
Ergebnisse
- Alle drei aktiven Produkte verbesserten die Mikrohärte des demineralisierten Schmelzes deutlich im Vergleich zur unbehandelten demineralisierten Kontrollgruppe.
- BioMin zeigte die höchsten Mikrohärte-Werte.
- Danach folgten CPP-ACPF und Amflor.
- Zwischen den drei aktiven Gruppen bestand kein statistisch signifikanter Unterschied, aber BioMin schnitt numerisch am besten ab.
Bedeutung
Die Studie zeigt, dass alle drei getesteten Produkte frühe Schmelzläsionen remineralisieren können. BioMin zeigte dabei die stärkste Tendenz zur Verbesserung und wird von den Autoren als vielversprechende neue Technologie eingeordnet.
Einschränkungen
- reine Laborstudie
- Bewertung nur anhand der Mikrohärte
- weitere Untersuchungen sind nötig, um die klinische Relevanz im Mundalltag zu bestätigen
Fazit
BioMin erreichte in dieser Studie die besten Werte bei der Remineralisation früher künstlicher Schmelzläsionen, auch wenn der Vorsprung gegenüber CPP-ACPF und Amflor statistisch nicht signifikant war. Damit erscheint bioaktives Glas als interessante Option für die nicht-invasive Behandlung früher Kariesstadien.
