Eine Schwangerschaft gehört zu den schönsten und gleichzeitig anspruchsvollsten Phasen im Leben einer Frau. Während sich der Körper auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes einstellt, verändern sich zahlreiche Stoffwechsel- und Hormonprozesse. Diese Veränderungen betreffen nicht nur den Kreislauf oder den Bewegungsapparat, sondern auch die Mundhöhle.

Viele werdende Mütter bemerken bereits in den ersten Monaten, dass ihr Zahnfleisch empfindlicher wird, schneller blutet oder leicht anschwillt. Diese Veränderungen werden häufig als normale Begleiterscheinung der Schwangerschaft angesehen. Tatsächlich können sie jedoch erste Anzeichen einer Zahnfleischentzündung sein.

Bleiben bakterielle Beläge über längere Zeit bestehen, kann sich aus einer harmlosen Gingivitis eine Parodontitis entwickeln – eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich seit Jahren mit der Frage, ob eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Frühgeburten oder ein niedriges Geburtsgewicht erhöhen kann.

Gerade deshalb verdient die Mundgesundheit während der Schwangerschaft besondere Aufmerksamkeit.

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Lorenza Dahm