Zusammenfassung
Diese randomisierte, doppelblinde klinische Studie verglich die Wirksamkeit von vier Zahnpasten zur Behandlung von Dentinhypersensibilität:
- 5 % Kalium-Nitrat
- 5 % Fluoro-Calcium-Phosphosilicat
- 10 % Strontiumchlorid
- pflanzliche Zahnpasta
Ziel
Es sollte untersucht werden, welche der vier Zahnpasten empfindliche Zähne am effektivsten reduziert.
Methode
- 160 Patienten mit Dentinhypersensibilität
- Aufteilung in 4 Gruppen mit je 40 Personen
- Sensibilität wurde mit drei Reizarten getestet:
- taktile Reize
- Luftreiz
- Kaltwasserreiz
- Bewertung über eine visuelle Analogskala (VAS)
- Kontrolltermine nach:
- 2 Wochen
- 1 Monat
- 2 Monaten
Ergebnisse
- Alle vier Zahnpasten verbesserten die Symptome im Verlauf der Studie.
- Die Zahnpasta mit Fluoro-Calcium-Phosphosilicat zeigte jedoch die besten Ergebnisse.
- Sie war den anderen Gruppen bei allen Testreizen und Zeitpunkten insgesamt überlegen.
- Kalium-Nitrat und Strontiumchlorid wirkten ebenfalls, aber schwächer.
- Die pflanzliche Zahnpasta zeigte die geringste Verbesserung.
Warum Fluoro-Calcium-Phosphosilicat besser abschnitt
Laut den Autoren wirkt diese Technologie in mehreren Schritten:
- Partikel binden sich an die Zahnoberfläche
- Calcium, Phosphat und Fluorid werden freigesetzt
- es entsteht Fluorapatit in und auf den Dentintubuli
- die Tubuli werden tiefer und stabiler verschlossen
- zusätzlich wird der Schmelz remineralisiert
Einschränkungen
- Es gab keine Placebo-Kontrollgruppe
- dadurch ist ein gewisser Bias möglich
- weitere größere klinische Studien sind nötig
Fazit
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine Zahnpasta mit Fluoro-Calcium-Phosphosilicat bei empfindlichen Zähnen wirksamer war als Zahnpasten mit Kalium-Nitrat, Strontiumchlorid oder pflanzlichen Inhaltsstoffen.
