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Tomography 2021, 7, 752–766
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Schmelz-Remineralisierungskompetenz einer neuartigen
Zahnpasta aus bioaktivem Glas mit Fluorid-Inkorporation.
Eine mikroharte, profilometrische und mikrocomputergestützte
tomographische Analyse

Zusammenfassung

Diese In-vitro-Studie untersuchte, wie gut eine fluoridhaltige bioaktive Glas-Zahnpasta (BioMin F) den Zahnschmelz nach einer künstlichen Entmineralisation wieder remineralisieren kann – im Vergleich zu einer klassischen Fluoridzahnpasta und zu destilliertem Wasser.

Ziel

Es sollte geprüft werden, ob BioMin F den Zahnschmelz wirksamer stärkt, glättet und mineralisch wieder aufbaut als herkömmliche Fluoridzahnpasta.

Methode

  • 72 Schmelzproben aus extrahierten Prämolaren
  • künstliche Entmineralisation mit Zitronensäure
  • anschließend simuliertes Zähneputzen mit:
    • destilliertem Wasser
    • Fluoridzahnpasta (Colgate)
    • BioMin F
  • Untersuchung mit:
    • Mikrohärte-Test (Vickers-Härte)
    • Profilometrie zur Oberflächenrauigkeit
    • Micro-CT zur Volumenanalyse

Ergebnisse

BioMin F schnitt in allen wichtigen Parametern am besten ab:

  • stärkste Zunahme der Schmelzhärte
  • deutlichste Abnahme der Oberflächenrauigkeit
  • beste volumetrische Wiederherstellung des Schmelzes

Konkret zeigte BioMin F:

  • einen deutlich stärkeren Anstieg der Mikrohärte als die klassische Fluoridzahnpasta
  • eine glattere Oberfläche nach der Behandlung
  • mehr Hinweis auf Remineralisation im Micro-CT

Warum BioMin F besser abschnitt

Die Autoren führen das auf die bioaktive Glas-Technologie zurück. BioMin F setzt nicht nur Fluorid frei, sondern auch Calcium und Phosphat. Diese Ionen können zusammen eine stabile Fluorapatit-Schicht bilden, die säureresistenter ist als herkömmlicher Zahnschmelz.

Ein weiterer Vorteil:

  • das Fluorid ist im Glas eingebaut
  • dadurch wird es langsamer und länger freigesetzt
  • im Gegensatz zu klassischer Zahnpasta, deren Fluorid schneller ausgespült wird

Einschränkungen

  • reine Laborstudie
  • Mundbedingungen wie Speichelfluss, Biofilm und Kaubelastung konnten nur begrenzt simuliert werden
  • die Volumenunterschiede im Micro-CT waren zwar zugunsten von BioMin F, aber nicht statistisch signifikant

Fazit

BioMin F zeigte in dieser Studie eine bessere Remineralisation des Zahnschmelzes als eine herkömmliche Fluoridzahnpasta.
Der Schmelz wurde härter, glatter und in seiner Struktur besser wiederhergestellt. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass fluoridhaltiges bioaktives Glas ein vielversprechender Ansatz für den nicht-invasiven Schutz und Wiederaufbau von Zahnschmelz ist.

Lorenza Dahm