Zusammenfassung
Diese In-vitro-Studie untersuchte, wie gut BioMin-F den Zahnschmelz von Milchzähnen nach künstlicher Demineralisation wieder remineralisieren kann – im Vergleich zu einer herkömmlichen fluoridhaltigen Zahnpasta (Signal®).
Ziel
Es sollte geprüft werden, ob BioMin-F bei Milchzähnen eine stärkere Remineralisation bewirkt als eine Standardzahnpasta.
Methode
- 30 extrahierte Milch-Eckzähne
- Aufteilung in zwei Gruppen:
- BioMin-F
- Signal
- künstliche Demineralisation über 69 Stunden
- anschließend Behandlung mit der jeweiligen Zahnpasta:
- 2-mal täglich für 3 Minuten
- über 15 Tage
- Bewertung mittels Vickers-Mikrohärte-Test
Ergebnisse
- In beiden Gruppen sank die Mikrohärte nach der Demineralisation deutlich ab.
- Nach der Behandlung stieg die Schmelzhärte in beiden Gruppen wieder an.
- BioMin-F erzielte jedoch signifikant höhere Mikrohärte-Werte als Signal.
- Mittelwert nach Remineralisation:
- BioMin-F: 353,62
- Signal: 300,62
Bedeutung
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass BioMin-F bei Milchzähnen wirksamer remineralisieren kann als eine herkömmliche fluoridhaltige Zahnpasta. Die Autoren führen dies auf die längere Freisetzung von Fluorid sowie Calcium und Phosphat aus dem bioaktiven Glas zurück.
Einschränkungen
- reine Laborstudie
- kleine Stichprobe
- künstlich erzeugte Läsionen statt natürlicher Karies
- weitere In-vivo-Studien sind erforderlich
Fazit
BioMin-F zeigte in dieser Studie ein deutlich höheres Remineralisationspotenzial als eine Standardfluoridzahnpasta bei demineralisiertem Schmelz von Milchzähnen.
Damit erscheint BioMin-F als vielversprechende Option für die nicht-invasive Behandlung früher Schmelzschäden im Kindergebiss.
