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ISSN: 0005-2523 Volume 63, Issue 10, October, 2023
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In-vitro-Bewertung des Schmelz-Remineralisierungspotenzials von BioMin-Zahnpasta bei Milchzähnen


Zusammenfassung

Diese In-vitro-Studie untersuchte, wie gut BioMin-F den Zahnschmelz von Milchzähnen nach künstlicher Demineralisation wieder remineralisieren kann – im Vergleich zu einer herkömmlichen fluoridhaltigen Zahnpasta (Signal®).

Ziel

Es sollte geprüft werden, ob BioMin-F bei Milchzähnen eine stärkere Remineralisation bewirkt als eine Standardzahnpasta.

Methode

  • 30 extrahierte Milch-Eckzähne
  • Aufteilung in zwei Gruppen:
    • BioMin-F
    • Signal
  • künstliche Demineralisation über 69 Stunden
  • anschließend Behandlung mit der jeweiligen Zahnpasta:
    • 2-mal täglich für 3 Minuten
    • über 15 Tage
  • Bewertung mittels Vickers-Mikrohärte-Test

Ergebnisse

  • In beiden Gruppen sank die Mikrohärte nach der Demineralisation deutlich ab.
  • Nach der Behandlung stieg die Schmelzhärte in beiden Gruppen wieder an.
  • BioMin-F erzielte jedoch signifikant höhere Mikrohärte-Werte als Signal.
  • Mittelwert nach Remineralisation:
    • BioMin-F: 353,62
    • Signal: 300,62

Bedeutung

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass BioMin-F bei Milchzähnen wirksamer remineralisieren kann als eine herkömmliche fluoridhaltige Zahnpasta. Die Autoren führen dies auf die längere Freisetzung von Fluorid sowie Calcium und Phosphat aus dem bioaktiven Glas zurück.

Einschränkungen

  • reine Laborstudie
  • kleine Stichprobe
  • künstlich erzeugte Läsionen statt natürlicher Karies
  • weitere In-vivo-Studien sind erforderlich

Fazit

BioMin-F zeigte in dieser Studie ein deutlich höheres Remineralisationspotenzial als eine Standardfluoridzahnpasta bei demineralisiertem Schmelz von Milchzähnen.
Damit erscheint BioMin-F als vielversprechende Option für die nicht-invasive Behandlung früher Schmelzschäden im Kindergebiss.

Lorenza Dahm